Eine ganz persönliche Weihnachtsgeschichte

Hallo und fröhliche Weihnachten,

ich weiß auch nicht, aber dieses Jahr komme ich nicht in Weihnachtsstimmung - ich habe eher noch immer Sommerfeeling. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich vor ein paar Tagen erst aus Curaçao wieder gekommen bin. ? Jeden Tag um die 30 Grad und sehr, sehr schöne Wolken und vor allem Sonnenuntergänge....

Glücklicherweise hat meine Wolkenfreundin mir mit einem weihnachtlichen Beitrag ausgeholfen und teilt heute ihre ganz persönliche Weihnachtsgeschichte mit uns:

Fröhliche Weihnachten wünsche ich euch, liebe Wolkenfreundinnen und -freunde. Hattet ihr einen schönen Heiligabend?

Habt ihr denn jetzt etwas Zeit und Lust mit mir in ein paar vorweihnachtlichen Erinnerungen zu schwelgen?

Es war noch früh in der Zeit, so etwa Mitte bis Ende Oktober als ich eines frühen
Abends aus dem Fenster schaute. Ich traute meinen Augen nicht, was war das denn?
So einen herrlichen Himmel hatte ich ja ewig nicht mehr gesehen.
Ja ist denn bald schon Weihnachten? Hat das Christkind schon den Backofen an-
geheizt?

Ich konnte mich gar nicht satt sehen an den schönen Farben, und die Wölkchen
dazu, einfach nur schön. Fast hätte ich vergessen Fotos zu schießen.

Aber nun ging es los in meinem Kopf: die Adventszeit naht – was da alles zu bedenken ist. Es mussten Listen erstellt werden, wem schenke ich was? Mit dem Basteln der Weihnachtskarten könnte ich schon einmal anfangen. Weihnachtsplätzchen? Nein dazu war es denn doch noch etwas früh.

Ach es gibt doch so viele schöne Dinge die man im Advent machen kann. Ich wurde ganz euphorisch und auch ein bisschen hektisch. Also herunterfahren und entspannen.
Das heißt: einen Spaziergang machen und nachschauen welche Wolken am Himmel
kreisen.

Den Zugvögeln zuschauen wie sie in den Süden ziehen, und hoffentlich im nächsten Frühjahr gesund und unversehrt zurück kommen.

 

Einfach morgens einmal etwas früher aufstehen und so einen herrlichen Sonnen-
aufgang erleben.

Hierfür bin ich sogar auf den Speicher gestiegen und wurde mit diesem tollen Anblick belohnt.

Fast glaube ich so schön ist der Himmel nur in der kälteren Jahreszeit. Oder ich stehe im Sommer zu spät auf......

Ach ja der Winter, leider haben wir ja in unserer Region viel zu selten Schnee. Ich
liebe Schnee, wenn die weißen Flocken wie Wattebäuschen vom Himmel fallen hält
mich nichts mehr zurück. Von Fenster zu Fenster sieht man mich flitzen damit mir
auch ja nichts entgeht. Ab und zu kann man dann auch mal solche Fotos machen.

Wenn ich mich da noch an meine Kindheit erinnere.... Da gab es in jedem Winter
mal mehr – mal weniger Schnee. Und wir Kinder zogen mit unseren Schlitten los.

Einmal haben wir uns in einem Neubaugebiet getroffen. Dort lag noch der ganze
Aushub und bildete einen herrlichen Abfahrtsberg. Da gab es kein kalt oder nasse
Füße, das war alles egal, und wir sind nicht einmal krank geworden. Heut zu Tage
muss man auch schon mal ein Stück fahren um wenigstens etwas winterliche Pracht vor die Linse zu bekommen.

Hier sind wir im Harz und haben uns eine Fahrt mit der Harz-Quer-Bahn gegönnt.
Auch im Sommer ein herrliches Vergnügen.

Ja und nun ist es soweit, der 1. Adventssonntag ist da, das erste Kerzlein brennt.

Und ich habe immer noch keine Plätzchen gebacken. Wo habe ich denn jetzt Oma's
altes Spekulatius-Model?

Ja, da hängt auch so manche Erinnerung dran. Es war immer ein besonderer und
turbulenter Tag wenn Spekulatius backen angesagt war. Einmal war der Teig zu
trocken dann wieder zu klebrig. Egal, es duftete so richtig nach Weihnachten, das
war so schön. Genau so schön war es, als ich dann mit meinen Kindern Plätzchen gebacken habe. Meist haben wir schon an Allerheiligen angefangen und bis in den Advent hinein gebacken. Es war einfach eine sehr schöne Zeit.

Jetzt ist der schöne Spuk schon fast wieder zu Ende. Es ist schade, aber wie heißt es?
Alle Jahre wieder......

Ich weiß noch als ich früher an Weihnachten früh ins Bett musste, natürlich nicht
einschlafen konnte vor lauter Aufregung. Da, auf einmal hörte ich es knistern und
rascheln im Wohnzimmer. Waren das Nüsse die da in den Weihnachtsteller plumpsten? Oh, das Christkind war da. Und es dauerte nicht lange, die Tür ging auf, und Mama oder Papa holten mich und ich durfte meine Geschenke auspacken. So schön war Weihnachten nie wieder. Bis dann meine Kinderchen mit glänzenden Augen vor dem Weihnachtsbaum standen und sich freuten. Das war mindestens genau so schön.

Mir bleibt jetzt nur noch euch ein schönes Rest-Weihnachtsfest zu wünschen, und natürlich alles Gute und viel Gesundheit im neuen Jahr. Kommt gut rein und lasst es euch gut gehen.

Eure Wolkenfreundin Helma

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